Startschuss für angedachtes Osteoporose-Netzwerk

„Wir brauchen dringend ein Netzwerk in Gronau und Umgebung für das Thema Osteoporose“ – dieses Fazit zogen die 25 Zuhörerinnen und Zuhörer nach dem Fach-Vortrag, zu dem das Alterstraumazentrum St. Antonius und Lukas Gronau (ATZ) am Mittwoch, 6. Oktober, ins Ev. Lukas-Krankenhaus eingeladen hatte. Gastgeber waren für das ATZ Dr. med. Richard Buchen, Chefarzt Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie St. Antonius, und Stefan Rittmeyer, Chefarzt der Klinik Akutgeriatrie und Frührehabilitation am Lukas Gronau. „Ich hoffe, dass wir diesen Abend und die Anregungen unseres Referenten Dr. Carl Neuerburg als Startschuss zu einem Netzwerk nutzen. Gemeinsam müssen wir diese bedrohliche Krankheit bekämpfen und vor allem die Behandlungserfolge verbessern und uns dafür einsetzen, dass das Thema mehr in den politischen Fokus rückt“, resümierte Rittmeyer, Chefarzt der Klinik Akutgeriatrie und Frührehabilitation am Lukas Gronau, den Vortrag und die anschließende Diskussion der Klinik und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte der Region.

 

Zuvor hatte der Referent die Volkskrankheit Osteoporose, die sich häufig vor allem bei Frauen nach den Wechseljahren manifestiert, deren Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten dargestellt. Er umschrieb auch die Bedeutung von Vitamin-D-Mangel heraus und betonte die Wichtigkeit einer Schnittstelle von Kliniken und niedergelassenen Ärzten. Zudem gab Neuerburg seinem Publikum konkrete Behandlungsempfehlungen für ihre Osteoporose-Patientinnen und -patienten und stellte die Wichtigkeit und Effektivität von Netzwerken anhand von Studien vor. Auf Nachfrage riet der Referent den Hausärzten, Frauen nach den Wechseljahren eine Knochendichtemessung zu empfehlen, um eine mögliche Osteoporose frühzeitig, noch bevor die ersten Knochenbrüche einsetzen, zu erkennen und dann eine entsprechende Basis-Therapie einleiten zu können. Zum Abschluss machte Rittmeyer den Anwesenden Mut, gemeinsam für die Patientinnen und Patienten etwas in Bewegung zu setzen: „Osteoporose-Themen, die wir auf einer Netzwerk-Ebene besprechen und anpacken können, gibt es zuhauf. Lassen Sie uns gemeinsam anfangen!“

 

 

 

 

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