Herzlich und kompetent Patienten auf die Beine helfen

Die Geriatrische Tagesklinik am Ev. Lukas-Krankenhaus Gronau macht seit 25 Jahren ältere Menschen wieder fit für den Alltag

„Wer liebt, was er tut, dem fällt gar nicht auf, dass es Arbeit ist“ – dieser Spruch steht in einem Dankesschreiben einer ehemaligen Patientin der Geriatrischen Tagesklinik am Ev. Lukas-Krankenhaus Gronau. So herzlich, empathisch und natürlich kompetent hatte die ältere Dame das Team, das ihr wieder auf die Beine geholfen hat, empfunden. „Wir erhalten von unseren Patienten nach ihren Behandlungen hier oft viel Wertschätzung. Es freut uns natürlich sehr, dass sie sich hier so wohl gefühlt haben, und ihre individuelle Therapie wirklich viel gebracht hat“, schaut Gesundheits- und Krankenpflegerin Lilly Grundmann vom Team der Tagesklinik dankbar auf jeden Schützling, der am Ende der dreiwöchigen ambulanten Behandlung in der Klinik gesünder und glücklicher Tschüss sagt. In diesem Jahr kann die Tagesklinik am Lukas Gronau auf ihre 25-jährige Geschichte zurückblicken.

Seit über zwei Jahrzehnten behandeln Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte in teamorientierter Arbeit auf Augenhöhe dafür zusammen, dass ihre Tagesklinik-Patienten nach größeren Operationen wieder mobiler werden oder sich Symptome von Krankheiten wie Schlaganfall, Parkinson oder Bewegungsstörungen mildern lassen. „Der in der Regel dreiwöchige Aufenthalt ist eine gute Alternative zur stationären Aufnahme. Eben dann, wenn der Gesundheitszustand des Patienten es erlaubt, abends und nachts zu Hause zu verbringen“, sagt Precious Shee Kujath, die für die Geriatrische Tagesklinik zuständige Funktionsoberärztin. Tagsüber stehe dem Patienten das gesamte Spektrum des diagnostischen und therapeutischen Angebots der Geriatrie zur Verfügung, zugleich erfahre er aber auch den Rückhalt seiner vertrauten Umgebung.

Seit 25 Jahren kümmern sich die Experten am Lukas-Krankenhaus für jeweils drei Wochen um ihre Patienten, für die sie individuelle Therapien zusammenstellen – eben je nach gesundheitlichem Anlass für ihre Behandlung in der Tagesklinik. „Meistens kommen die Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt zu uns“, sagt Lena Hörsken, eine der Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, die sich täglich mit Herz und Verstand um die Patienten kümmern. Außerdem regen Haus- und Fachärzte einen Aufenthalt in der Geriatrischen Tagesklinik an, wenn zum Beispiel Atemwegserkrankungen, Demenz, Depression oder Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems vorliegen. Aber auch bei vielen anderen medizinischen Probleme kann es für ältere Frauen und Männer sinnvoll sein, sich in der Tagesklinik am Lukas Gronau behandeln zu lassen.

„Wir alle gemeinsam helfen unseren Patienten, indem wir gründlich diagnostizieren und dann die Therapie mit allen beteiligten Berufsgruppen individuell abstimmen. Sowohl für Akuterkrankungen als auch für chronische Erkrankungen, die sich verschlechtert haben“, fasst Precious Shee Kujath den Ansatz der Geriatrischen Tagesklinik zusammen. „Es geht bei uns nicht um eine einfache Betreuung wie in anderen Tageseinrichtungen, sondern vielmehr ist es unser Ziel, dass die Patienten wieder zu Kräften kommen, mögliche Schmerzen loswerden oder kräftiger und fitter vor geplanten größeren Operationen  werden“, spricht Lena Hörsken aus ihrer Erfahrung mit vielen zufriedenen Patienten.

Neben dem Gefühl, gut behandelt und umsorgt zu werden, können die Patienten auch auf Kontinuität setzen. So arbeiten sie jeden Tag innerhalb ihres Tagesklinik-Aufenthaltes mit demselben Therapeuten zusammen. „Das sorgt für Kontinuität. Man fängt am Folgetag genau da an, wo man an einem Tag aufgehört hat und erreicht so bessere Fortschritte“, sind auch Stefanie Hahn-Oetzel, Leiterin der Therapieabteilung, und die Haupt-Therapeutin Silke Wülker vom Konzept der Tagesklinik überzeugt.

Wenn das Tagesklinik-Team in Gesprächen oder in Briefen die Dankbarkeit vieler Patienten spürt, dann wissen die Kolleginnen und Kollegen eines genau: Mit ihrer täglichen Arbeit nehmen sie vielen Menschen die Angst. Immerhin erscheint einigen Patienten der Schritt, in ein Krankenhaus zu gehen, wie ein rotes Tuch. „Hier muss das aber nicht sein. Unser Konzept macht es möglich, dass sich jeder wohlfühlt und gleichzeitig mit Hilfe der Experten gesundheitliche Fortschritte für sein persönliches Ziel macht“, sagt Funktionsoberärztin Precious Shee Kujath.

 

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