Auszeichnungen

Stationäre Geriatrie im Lukas-Krankenhaus wird mit hoher Prozessqualität und Patientenzufriedenheit zertifiziert

Siegel DIN ISO 9001

Das Qualitätsmanagementsystem der Klinik für Geriatrie im Lukas-Krankenhaus wurde vom TÜV-Süd auf Herz und Nieren geprüft. Das Auditorenteam, dabei auch ein Facharzt für Geriatrie als Fachauditor, war von der Qualität der Geriatrie überzeugt und erteilte ein Zertifikat für die Erfüllung der DIN-Norm 9001.

„Für die Vorbereitung auf die Zertifizierung haben wir von der Aufnahme bis zur Entlassung jeden einzelnen Prozess durchleuchtet“ sagt Stefan Rittmeyer, der seit Januar 2011 Chefarzt der Klinik ist. „Und dies über mehrere Jahre, um auch Verbesserungsmöglichkeiten aufzudecken und deren Erfolg beurteilen zu können. Das hat eine Menge Arbeit gemacht, aber die Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen wie Ärzten, Pflegenden und natürlich den Therapeuten, weiter verbessert“, so Rittmeyer. Beim Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems werden zunächst die Kernprozesse der Patientenversorgung identifiziert und dann ihre Durchführung beschrieben. Besonders wichtig ist dabei die Gestaltung einer reibungslosen Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen und Bereichen, z.B. der Bettenstation und der Therapieabteilung oder der diagnostischen Funktionsabteilung. Der Erfolg so gestalteter Prozesse wird bei internen Überprüfungen, sogenannter Audits, gemessen und weitere Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert. Hierdurch werden die patientennahen Prozesse kontinuierlich weiterentwickelt.

Der Erfolg dieser kontinuierlichen Weiterentwicklung lässt sich auch an den Rückmeldungen der Patienten überprüfen. Fester Bestandteil jedes Qualitätsmanagementsystems sind daher ein strukturierter Umgang mit Beschwerden und Anregungen, die von den Patienten und ihren Angehörigen geäußert werden sowie regelmäßige Befragungen zur Patientenzufriedenheit. Bei diesen Befragungen können in der Geriatrie des Ev. Lukas-Krankenhauses regelmäßig sehr gute Werte beobachtet werden. Die nächste  Befragung zur Patientenzufriedenheit ist für das Frühjahr 2014 geplant. Im Sommer 2013 wurde erstmals eine externe Überprüfung des Qualitätsmanagementsystems der Geriatrie des Lukas-Krankenhauses durchgeführt. Die beiden Auditoren vom TÜV-Süd, einer davon selbst Facharzt für Geriatrie bestätigten die gute Planung und Weiterentwicklung der Prozesse der Patientenbehandlung und die hohe Qualität der Klinik. Dies wurde in einem Zertifikat belegt.

Zertifizierungen sind für Unternehmen in regelmäßigen Abständen ein sinnvolles Instrument zur Qualitätskontrolle und Gelegenheit zur Prozessoptimierung. Vor allem in Krankenhäusern gewährleisten interne und externe Audits eine kontinuierliche Verbesserung der medizinisch-pflegerischen Versorgung. Eine Zertifizierung ist zudem ein von unabhängiger Stelle bestätigtes, für Patienten, einweisende Ärzte und Besucher sichtbares Qualitätsmerkmal.

Auszeichnung
„Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“Logo Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung

Das Lukas-Krankenhaus Gronau versteht sich als ein modernes, patientenorientiertes Krankenhaus – zu diesem Verständnis trägt auch das Zertifikat „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus NRW“ bei, das alle Krankenhäuser im Valeo-Klinikverbund bereits haben oder ebenfalls anstreben. Denn es soll zeigen: hier geht es nicht nur um die medizinische Versorgung während des stationären Aufenthalts, hier steht auch die Motivation und weiterführende Betreuung der Patienten im Vordergrund. Zur Erfüllung dieser Aufgabe gewährleistet unser Haus die Einhaltung verbindlicher Qualitätskriterien.

Qualitätskriterien Selbsthilfefreundliches Krankenhaus:

  1. Um sich über Selbsthilfe zu informieren, werden Räume, Infrastruktur und Präsentationsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt, deren Gestaltung sich an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten beziehungsweise deren Angehörigen sowie Selbsthilfegruppen orientiert.
  2. Patientinnen und Patienten beziehungsweise deren Angehörige werden regelhaft und persönlich über die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe informiert. Sie erhalten Informationsmaterial und werden gegebenenfalls auf Besuchsdienst und Sprechzeiten im Krankenhaus aufmerksam gemacht.
  3. Selbsthilfegruppen werden in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt und treten gegenüber der Fachöffentlichkeit als Kooperationspartner auf.
  4. Das Krankenhaus hat eine/einen Selbsthilfebeauftragte/n benannt.
  5. Zwischen Selbsthilfegruppen/Selbsthilfeunterstützungsstelle und Krankenhaus findet ein regelmäßiger Informations- und Erfahrungsaustausch statt.
  6. In die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Selbsthilfe sind Selbsthilfegruppen beziehungsweise die Selbsthilfeunterstützungsstelle einbezogen.
  7. Das Krankenhaus ermöglicht Selbsthilfegruppen die Mitwirkung an Qualitätszirkeln, Ethik-Kommissionen und ähnlichem.
  8. Die Kooperation mit einer Selbsthilfegruppe und/oder Selbsthilfeunterstützungsstelle ist formal beschlossen und dokumentiert.

Die Qualitätskriterien wurden entwickelt in dem Modellprojekt "Qualitätssiegel Selbsthilfefreundliches Krankenhaus", Hamburg 2006. Nähere Informationen zu den Selbsthilfeangeboten in unserem Hause finden Sie hier

 

Qualitätssiegel "EURSAFETY HEALTH-NET"

Qualitätssiegel EurSafety Health-netAls eines von vierzig Krankenhäusern im Münsterland und in der Grafschaft Bentheim erhielt das Ev. Lukas-Krankenhaus das Qualitätssiegel im grenzüberschreitenden deutsch-niederländischen Projekt EurSafety Health-net.

Das durch die europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt hat sich der Verbesserung der Vorbeugung von Krankenhausinfektionen und die Eindämmung der Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien verschrieben. Im Rahmen der Bewertung der Qualitätsziele des Verbundssiegels wurden neben der Kontrolle der Einhaltung von MRSA-Schutzmaßnahmen, Daten zum Antibiotikagebrauch in den verschiedenen Krankenhäusern erhoben sowie eine regionale Übersicht zur Antibiotikaresistenz erstellt. Zahlreiche thematische Kampagnen, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zu den verschiedenen Themen Händehygiene, Antibiotikaeinsatz und –resistenz stellen die Hauptansatzpunkte bei der Vorbeugung von Krankenhausinfektionen dar. Wir freuen uns, mit dem Erhalt des Qualitätssiegels eine vorbildliche Umsetzung der Hygienemaßnahmen zur Prävention von multi-resitenten Erregern bescheinigt bekommen zu haben. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Qualitätsverbundes EurSafety-Health-net.

Am 26. Februar 2015 wurde dem Ev. Lukas-Krankenhaus Gronau und 26 weiteren Kliniken zum dritten Mal das Qualitäts- und Transparenzsiegel verliehen.

Bildrechte: S. Thole

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